Alice on the run

Publikumspreis

Internationales Strassentheater Festival Holzminden 2017

Heimat ist ein flüchtiger Ort. Das muss auch Alice erfahren. Ihr Haus wird jäh auseinander gerissen, ihr Freund, der Hase, verschwindet. Alice lebt hier nicht mehr. Im Badewannenboot begibt sie sich auf eine Odyssee ins Ungewisse. Sie trifft skurrile Gestalten, entwurzelte Streuner, grimmige Abweiser und sucht einen neuen Platz, den sie Zuhause nennen kann.

Alice ist eine von Millionen. Flucht aufgrund von Kriegen, Nöten und Verfolgung ist das herausforderndste Thema unserer Zeit. Jetzt holt Theater Titanick Lewis Carrolls Kaninchenbau-Trip in die Gegenwart und liest die Fabel politisch, ohne ihr den Zauber zu nehmen.

Wie immer bei Titanick trifft logistische Höchstleistung auf grenzenlose Fabulierlust. Das Bühnenbild besteht aus drei beweglichen Kuben und einer Pyramide im Schachbrettmuster. Alices Haus in der Menge wird zu Beginn von Gabelstaplern zerlegt. Die Einzelteile wandern und verwandeln sich in Schauplätze einer phantastischen Stationenreise.

Die Heldin begegnet egomanen Partysnobs, Kontrollbeamten und bürokratischer Willkür – Alice in Kafkaland. Alice gerät aber auch in den Sog surrealer, verlockender Nachtclubwelten. Und die Zuschauer sind stets mittendrin. Beim finalen Kampf mit der roten und der weißen Königin steht die Zukunft auf dem Spiel. Flucht forever – oder endlich ankommen?

Konzept

Theater Titanick

 

Regie

Michael Helmerhorst